Google +1, Page Speed und the Return of Larry
by Christoph Ernst on April 4, 2011
Google’s Ankündigung von Google Plus One (“+1″) schlug letzte Woche hohe Wellen. Auf Twitter vernahm man kurz danach schon die ersten Hoffnungen, das SEO nun endlich tot sei. Allen mit etwas mehr Realitätssinn empfehle ich den lesenswerten Artikel bei tameco, der ein paar interessante Gedanken formulierte und die Frage stellt, ob Plus One nicht schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Ich finde die dort vorgestellten Argumente sehr schlüssig – allerdings ist ja noch nicht wirklich klar, wie Google sich die Vermarktung des Ganzen über die Suchergebnisse hinaus vorstellt. Spannend!
Ebenfalls spannend fand ich auch die Veröffentlichung des Page Speed-Tools in den Google Labs. Das Tool analysiert verschiedene Faktoren einer Website und gibt sinnvolle Ratschläge zur Optimierung der Performanz. Denn: “Das Verringern der Ladezeit kann die Absprungrate reduzieren und die Konversionsrate erhöhen”. Dem ist nichts hinzuzufügen…
Eher ernüchternd fand ich die Grafik des Tages bei Business Insider, die schön verdeutlicht, wie viele Nutzer es bei Twitter gibt, die den Dienst kaum oder gar nicht aktiv nutzen. Gerade wenn Google Daten aus Twitter nutzen will, um Empfehlungen aus dem eigenen Follower-Kreis in den SERP’s einzublenden, man sich dann nochmal vor Augen führt, dass ein solcher Nutzer also mindestens einen Twitter- UND einen Google-Account besitzen und diese auch verbunden haben muss, wird klar, welchen Wettberwebsvorteil Bing mit dem Zugriff auf Facebook-Daten gegenüber Google hat. Gerade auf dem deutschen Markt. Und dass der Einfluss von Social Media auf das Ranking von Google allenfalls marginal sein kann. Finde ich jedenfalls.
Vielleicht vermag Larry Page etwas daran zu ändern? Page ist seit dem 04.04.2011 der neue alte CEO bei Google und soll dem Unternehmen wieder den Geist eines Start-Ups einhauchen. Mal sehen, ob das bei einem Laden mit mittlerweile fast 30.000 Mitarbeitern überhaupt noch drin ist. In diesem Sinne: “Mach et, Larry!”




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